Autoversicherung

Sie finden schwer den Durchblick im Versicherungs-Dschungel? Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Begriffe rund um die Kfz Versicherung

 

AKB

Unter den allgemeinen Kraftfahrtversicherungs-Bedingungen (AKB) versteht man die grundlegenden Vereinbarungen zwischen dem Versicherer und dem Versicherten. Dazu gehören Rechte als auch Pflichten beider Seiten, die im Vertrag festgehalten werden. Bei dem Versicherungsabschluss dienen die AKB als Grundlage und werden ergänzt durch die Bedingungen der ausgesuchten Versicherung und der dazu gehörigen Tarifbestimmung. So entsteht am Ende die jeweils personalisierte und angepasste Versicherung für den Versicherten, für die immer die AKB der jeweiligen Versicherung der Grundstock ist.

Je nach Anbieter der Kfz-Versicherung unterscheiden sich die AKB. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. hat jedoch eine Empfehlung für Versicherer zur Gestaltung ihrer AKB herausgegeben. Diese ist wie gesagt keine strikte Vorgabe, wie zum Beispiel von einem Gesetzgeber, sondern eher eine Anregung. Versicherer können also ihre eigenen Klauseln hinzufügen oder auch vorhandene streichen. In der Vorlage des Gesamtverbandes werden verschiedene Punkte zum Thema Kfz-Versicherung geklärt. Dazu gehört zum Beispiel die Frage nach der Leistungen, die die Versicherung beinhaltet, oder aber die Darstellung des Schadenfreiheits-Systems.

Beitragsgestaltung

Jede Versicherung kann ihren Beitrag, den dann ein Versicherungsnehmer zahlen muss, weitgehend selbst gestalten. Allgemein kann man sagen, dass dieser Beitrag eine Leistung des Versicherungsnehmers ist. Im Gegenzug erhält er von der Versicherung den Versicherungsschutz. Die Höhe des Beitrages variiert natürlich je nach Art der Versicherung und je nach Unternehmen. Oft wird dieser Beitrag auch Versicherungsprämie genannt, ein Begriff, der aus dem Versicherungsgesetz stammt.

Bei der häufigsten Versicherung, der Kfz-Haftpflichtversicherung, gestaltet sich der Beitrag aus zwei Komponenten: Dem Schadenfreiheitsrabat und den Tarifmerkmalen. Der Schadenfreiheitsrabat ist eine Minderung des Beitrags, je nachdem wie lange der Versicherte ohne Schaden geblieben ist. Es kann passieren, dass der Beitrag um bis zu 70 Prozent geringer ausfällt. Um diesen Prozentsatz zu ermitteln, gibt der Versicherte an, wie lange er Unfall-frei war und wird dann in eine sogenannte Schadenfreiheitsklasse eingeordnet.

Die Tarifmerkmale sind die zweite Komponente, die die Beitragshöhe bestimmt. Dabei gibt es Merkmale, die aus statistischen Daten ermittelt werden. Dazu gehört zum Beispiel wie häufig ein Schaden bei einem bestimmten Modell vorkommt. Außerdem gibt es noch die sogenannten weichen Merkmale. Dazu gehören zum Beispiel das Alter des Versicherungsnehmers oder wie lange dieser seinen Führerschein schon besitzt.

Billigungsklausel

Bevor man einen Vertrag über eine Versicherung abschließt, informiert man sich meist in einem Beratungsgespräch über die Leistungen der jeweiligen Versicherung. Dabei wird auch der zukünftige Vertrag besprochen und dessen Konditionen. Ist man sich einig darüber, so erhält man die sogenannte Versicherungspolice. Diese ist der Versicherungsschein, also eine Urkunde über den abgeschlossen Versicherungsvertrag zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer.

Nun kann es jedoch passieren, dass die Versicherungspolice abweicht vom Antrag, den der Versicherungsnehmer gestellt hat. Hier kommt dann die Billigungsklausel ins Spiel. Normalerweise wäre in einem solche Fall ein Abweichung gleichzusetzen mit einem neuen Angebot, dass der Versicherungsnehmer auch explizit annehmen müsste. Im Falle der Billigungsklausel reicht es aber, wenn der Versicherungsnehmer diesem abweichenden Angebot nicht widerspricht. Für einen eventuellen Widerspruch hat dieser einen Monat Zeit und er muss schriftlich erfolgen. Kommt es nicht zu einem Widerspruch so wird hier das Schweigen als Willenserklärung gewertet.

Die Billigungsklausel ist also ein Schutz für Verbraucher. Diese haben so einen Monat Bedenkzeit, ob ihnen diese Abweichung gefällt oder ob sie der Police widersprechen und einen neuen Vertrag haben möchten.

Deckungssumme

Bei jeder Versicherung gibt es einen bestimmten Betrag, der in einem Höchstfall gezahlt wird. Allgemein nennt man diesen Betrag Versicherungssumme. Dieser ist immer in der Versicherungspolice festgehalten. Die Versicherungssumme ist also höchst möglichste Betrag, den ein Versicherungsnehmer von seinem Versicherer erhalten kann.

Nun unterscheidet man in zwei Arten von Versicherungen. Eine davon sind die Summenversicherungen. Bei diesen wird in der Police ein bestimmter Betrag festgehalten, der im Versicherungsfall auch gezahlt wird. Der Versicherungsnehmer erhält also genau den festgelegten Betrag, niemals weniger. Aus diesem Grund ist in diesem Fall der ausgezahlte Betrag immer der maximale Betrag. Lebensversicherungen sind zum Beispiel Summenversicherungen.

Die andere Art der Versicherungen sind Schadenversicherungen. Zu diesen gehören auch Kfz-Versicherungen. Bei diesem wird in der Police ein bestimmtes Deckungskapital festgelegt. Innerhalb dieses Kapitals wird je nach Schadenfall eine bestimmte Summe ausgezahlt. Der hier höchst möglichste Betrag wird Deckungssumme genannt. Reicht diese nicht aus für den entstandenen Schaden, so spricht man von einer Unterversicherung.

Entschädigungsleistungen

In jeder Versicherungspolice werden unter anderem auch die Leistungen festgehalten, zu denen sich der Versicherer in einem Schadensfall verpflichtet. Diese Entschädigungsleistungen variieren natürlich je nach Art der Kfz-Versicherung. Sie sind für jeden Fahrzeughalter eine sinnvolle Anschaffung und schützen, wenn es zu einem Schadenfall kommen sollte.

Die Entschädigungsleistungen werden jedoch durch verschiedene Dinge eingegrenzt. Dazu gehören die Versicherungssumme, also der Maximalbetrag im Schadensfall, der Versicherungswert und die Höhe des entstandenen Schadens. Die meisten Fahrzeughalter haben zwei Arten von Kfz-Versicherung: Die Kfz-Haftpflichtversicherung und die Kaskoversicherung.

Die Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die der Versicherte bei einem Dritten verursacht. Dazu gehören Sachschäden, Personenschäden und Vermögensschäden. Die Leistungen bei Sachschäden sind unter anderem die Übernahme der Reparaturkosten, Erstattung bei Wertminderung, die Auszahlung des Wiederbeschaffungswertes bei Totalschaden und die Auszahlung eines Nutzungsausfalls, wenn kein Mietwagen in Anspruch genommen wird. Bei Personenschäden gehören zum Beispiel Rettungskosten und Kosten von Heilmitteln dazu, bei Vermögensschäden eine Erstattung des Verdienstausfalls.

Eine Kaskoversicherung beinhaltet Leistungen, die Schäden am eigenen Auto betreffen. Dazu gehören Zerstörung des Autos, Schäden am Auto oder der Verlust des Fahrzeugs. Für hier entstandene Kosten kommt die Kaskoversicherung innerhalb ihrer Leistungen auf.

Fahrerschutz

Der Fahrerschutz dient dazu eine eventuelle Lücke im Versicherungsschutz zu schließen. Er gehört zu den Zusatzversicherungen, die man als Fahrzeughalter abschließen kann. Ein solcher Schutz lohnt sich aus folgendem Grund: Eine Haftpflichtversicherung deckt jeglichen Schaden ab, die ein Versicherter Dritten zufügt, egal ob Personen-oder Sachschäden. Das gilt sogar für seine Mitfahrer. Aber was ist mit dem Fahrer selbst? Die Kaskoversicherung übernimmt zwar selbstverursachte Schäden am eigenen Fahrzeug, aber nicht an der eigenen Person. Hier greift der Fahrerschutz.

Für allem wer frisch seinen Führerschein hat sollte einen solchen Zusatz in Betracht ziehen. Jeder fünfte Verletzte in einem Verkehrsunfall ist zwischen 18 und 24 Jahre alt. Mit einem Fahrerschutz lässt sich die Lücke innerhalb der Versicherungen schließen. Er greift dann, wenn der Versicherungsnehmer als Fahrer einen Schaden erleidet, aber auch wenn dieser anderen das Fahren in seinem Auto erlaubt und diese anderen Personen zu Schaden kommen. Folgend Leistungen beinhaltet der Fahrerschutz: Auszahlungen bei Verdienstausfall, Schmerzensgeld, Übernahme von Umbaumaßnahmen, wenn nötig, und im Härtefall auch Hinterbliebenenrente.

Gesetzliche Grundlage

Für die Kfz-Versicherung in Deutschland gelten bestimmte gesetzliche Grundlagen. Diese dienen dazu, das Versicherungsrecht zu koordinieren und einen guten Versicherungsschutz für alle im Verkehr beteiligten zu garantieren. In Deutschland gibt es das Schadenersatzrecht. Bei Kfz-Versicherungen gilt jedoch das Kraftfahrzeug-Schadensrecht. Dies unterscheidet sich in manchen Einzelheiten vom regulären Schadensersatzrecht, da hier nicht expliziert eine Person, also der Fahrer, versichert wird, sondern das Fahrzeug.

Der Fahrer, der die Schuld am Unfall hat und diesen auch verursacht hat, ist schadensersatzpflichtig. Das heißt er, beziehungsweise sein Versicherer, muss für den Schaden aufkommen. Außerdem haftet in einem Schadenfall nicht nur der Fahrer des Fahrzeugs, sondern auch der Halter. Denn es kann zum Beispiel passieren, dass das Auto einen Schaden verursacht, ohne dass der Fahrer etwas dafür kann. Ein Auto bringt auch immer eine Betriebsgefahr mit sich. Das kann zum Beispiel ausgelaufenes Öl sein, das eine Gefahr für andere Fahrer darstellt. Aus diesem Grund ist jeder Fahrzeughalter per Gesetz zu einer Versicherung verpflichtet. Deren Schutz musst im Umfang der Mindestdeckungssumme liegen.

Grüne Karte

Wie in Deutschland die rechtliche Lage bezüglich Kfz-Versicherungen aussieht, das wissen die meisten. Immerhin ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung notwendig, um überhaupt sein Auto zulassen zu können. Doch was passiert, wenn man ins Ausland fährt? Bis 1965 musste man, bevor man die Grenze überquerte, sicherstellen, dass man sich den passenden Versicherungsschutz zulegt, der in dem jeweiligen Land erforderlich war.

Um dieser Sache vorzubeugen gibt es seit 1962 das „Grüne-Karte-Abkommen“. Diese grüne Karte ermöglicht mit dem Auto in ein anderes Land zu fahren, ohne die vom jeweiligen nationalen Recht vorhergesehene Versicherungsdeckung zu besitzen. In diesem Fall reicht die „Grüne Karte“. Sie ermöglicht mit der Police der eigenen Kfz-Haftpflichtversicherung ins Ausland zu fahren. Das Abkommen ist international, bezieht sich jedoch hauptsächlich auf EU-Staaten. Außer diesem Abkommen gibt es keine einheitliche Regelung der Kfz-Haftpflicht innerhalb der Europäischen Union. So gibt es zum Beispiel Unterschiede in der Höhe der Begrenzungen der Versicherungssummen.

Haftpflichtversicherung

Es gibt verschiedenen Versicherungen, die sich ein Kfz-Besitzer zulegen kann. Eine davon ist die Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie gehört zu den sogenannten Pflichtversicherungen. Das heißt, dass sie verpflichtend ist, will man in Deutschland als Halter ein Auto zulassen. Allgemein kann man sagen, dass eine solche Versicherung die Schäden übernimmt, die der Versicherungsnehmer mit seinem Auto einem Dritten zufügt. Das kann passieren, wenn ein Versicherungsnehmer tatsächlich Schuld hat an einem Unfall und es dabei zu Schäden jegliche Art für einen Dritten kommt, aber auch wenn dies unverschuldet geschieht.

Eine Kfz-Haftpflichtversicherung beinhaltet in ihren Leistungen das Aufkommen von drei Arten von Schäden: Personenschäden (Schmerzensgeld, Heilungskosten), Sachschäden (Reparaturen am Fahrzeug oder anderen beschädigten Objekten) und Vermögensschäden (Verdienstausfall). Des weiteren gilt hier ein Kontrahierungszwang: Damit ist gemeint, dass ein Versicherer von einem potenziellen Versicherungsnehmer mindestens einmal einen Antrag annehmen muss. Außerdem hat der Versicherer eine sogenannte Regulierungsvollmacht. Das heißt, dass auch wenn der Versicherungsnehmer gegen einen Schadensersatz ist, zum Beispiel weil er sich nicht in der Schuld sieht, darf der Versicherer den Schaden regulieren.

Insassenunfallversicherung

In Deutschland gibt es zwei Arten von Unfallversicherungen: die gesetzliche, für die der Arbeitgeber verantwortlich ist, und die private, die man selbst zusätzlich abschließen kann. Sie greift dann, wenn eine Person, die in der Police festgehalten wurde, einen Unfall hat. Dann erhält diese vom Versicherer eine ebenfalls in der Police vereinbarte Leistung. Dabei kann es sich um Kapital und beziehungsweise oder Unfallente handeln.

Was die Kfz-Versicherungen anbelangt, so gibt es hier eine zusätzliche Versicherung: die Insassenunfallversicherung. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn ein Versicherungsnehmer oder weitere Personen, die in der Police beinhaltet sind, einen Unfall haben während dem Gebrauch eines versicherten Fahrzeugs. Wichtig ist dabei, dass dieser Gebrauch rechtmäßig ist, sonst greift die Versicherung nicht.

Die meisten Versicherer haben bei Insassenunfallversicherungen ein Pauschal-System. Das heißt, dass alle Insassen, die sich berechtigterweise im Fahrzeug befinden, versichert sind und zwischen ihnen die Versicherungssumme aufgeteilt wird. Dabei kann es passieren, dass wenn mehrere Personen beteiligt sind, es zu einer Nicht-Abdeckung des Schadens kommen kann. Viele Versicherungen bieten deswegen an, dass die Versicherungssumme sich erhöht, sobald sich mehr als ein Versicherter im Auto befindet.

Kaskoversicherung

Eine Haftpflichtversicherung, wie sie in Deutschland Pflicht ist, stellt sicher, dass für Schäden aufgekommen wird, die der Versicherungsnehmer einem Dritten zufügt. Egal ob es sich dabei um Personenschaden oder Sachschäden handelt. Ist man selbst in einen Unfall verwickelt und kommt zu Schaden, die ein anderer verursacht hat, so greift dessen Kfz-Haftpflichtversicherung. Es kann aber auch zu dem Fall kommen, dass man selber einen Schaden hat, an dem nur man selbst Schuld trägt, beziehungsweise auch dass es zu einem Schaden bei sich selbst kommt, an dem niemand Schuld trägt.

In einem solchen Fall greift eine Kaskoversicherung. Sie enthält Leistungen, entsteht ein Schadensfall am Fahrzeug des Versicherungsnehmers. Dazu gehört die Zerstörung des Autos, dessen Beschädigung oder aber auch der komplette Verlust des Autos. Man unterscheidet in diesem Fall in Teilkasko und Vollkasko. Die Teilkaskoversicherung deckt nur einen bestimmten Anteil von Leistungen ab, die Vollkaskoversicherung enthält mehr Leistungen.Generell sind Kaskoversicherungen keine Pflichtversicherungen, sind also optional. Trotzdem sind sie jedem Autofahrer zu empfehlen

Kaskoversicherungen greifen jedoch nicht, wenn der Schaden durch grobe Fahrlässigkeit oder durch Naturkatastrophen entstanden ist.

Kündigung

Es kann passieren, dass man eine Kfz-Versicherung in bestimmten Fällen nicht mehr braucht. Generell steht beiden Seiten, dem Versicherer und dem Versicherungsnehmer, das Recht zur Kündigung zu. Im Falle von Kfz-Versicherungen gibt es verschiedene Gründe, weswegen man eine Versicherung kündigen kann. Es gibt ordentliche Kündigungsgründe, wie zum Beispiel zum Ende eines Vertragsjahres, und außerordentliche, dazu gehört zum Beispiel das Nichtzahlen der Prämie.

Bei einer Kfz-Haftpflichtversicherung verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr, legt keine der zwei Parteien Widerspruch ein. Schließt ein Versicherungsnehmer frisch eine Versicherung ab, so hat er 14 Tage nach dem Erhalten der Police Zeit, um die Versicherung wieder zu kündigen. Ansonsten stehen im drei Möglichkeiten zu, die Versicherung zu kündigen: eine ordentliche Kündigung am Ende des Vertragsjahres, eine Kündigung kommt es zu einem Schaden und auch, wenn es zu einer Erhöhung des Beitrags kommt. Außerdem kann er auch kündigen, sollte er gar keinen Bedarf mehr für dieser Versicherung haben, zum Beispiel wenn das Auto stillgelegt oder verkauft wird.

Auch der Versicherer darf kündigen und zwar dann, wenn der Versicherungsnehmer seine Prämien nicht zahlt oder es zu einer Täuschung kam.

Leasing

Leasing funktioniert im Allgemeinen ähnlich wie ein Mietvertrag. Ein Geber stellt ein Objekt zur Verfügung. Der Nehmer darf dieses gegen ein Entgelt nutzen. Leasing unterscheidet sich aber auch in einem wichtigen Punkt von einer normalen Miete. Kommt es zum Beispiel in einer Mietwohnung zu einem Defekt, so muss der Vermieter für diesen aufkommen. Im Falle von Leasing muss jedoch der Leasingnehmer selbst für solche Schäden aufkommen.

Gerade das Fahrzeugleasing ist beliebt. Hierin liegt der Vorteil, dass Kunden keinen Kredit von einer Bank brauchen, um sich ihr Auto zu finanzieren, sondern direkte Raten an den Leasinggeber zahlen. Bei einem Leasing verlangt der Leasinggeber jedoch fast immer eine Vollkaskoversicherung. Das liegt daran, dass der Leasingnehmer selbst für eventuelle Schäden aufkommen muss, da der Leasinggeber sein Objekt unbeschadet wieder zurück bekommen möchte. Kommt es also zu einem Schaden am Fahrzeug und dieser ist von einem anderen Autofahrer verursacht, so greift dessen Kfz-Haftpflichtversicherung. Verursacht aber der Leasingnehmer selbst den Schaden, so benötigt er eine Kaskoversicherung, die dafür aufkommt. Die meisten Leasinggeber verlangen hier eine Vollkasko, da diese mehr Leistungen beinhaltet und somit auch mehr Schadensfälle abdeckt, als eine Teilkasko.

Motorradversicherung

Genau wie ein Pkw muss auch ein Motorrad versichert werden. Auch hier gilt die Kfz-Haftpflichtversicherung als Pflicht, will man das Fahrzeug für den Straßenverkehr zulassen. Diese greift dann, wenn man einem Dritten mit seinem Motorrad Schaden zufügt, egal ob Personenschaden, Sachschaden oder Vermögensschaden. Jedoch gelten bei den meisten Versicherungen für Motorräder andere Tarife, als für Pkws.

Kaskoversicherungen gibt es ebenfalls speziell für Motorräder. Denn kommt es zu einem Schaden, am eigene Fahrzeug, sollte man auch hier gut versichert sein. Teilkaskoversicherungen greifen bei Diebstahl des Fahrzeugs, bei Schmorschäden und Brandschäden, bei Schäden durch Unwetter und bei Wildunfällen. Außerdem greifen sie auch, wenn es zu Bruchschäden im Glas kommt und bei Tierbissen, die das Fahrzeug beschädigen können. Die Vollkaskoversicherung beinhaltet all diese Leistungen und greift außerdem bei Vandalismus und bei selbst-und fremd-verschuldeten Schäden am eigenen Fahrzeug.

Viele solcher Versicherungen gibt es nicht nur für Motorräder, sondern auch für Leichtkrafträder, Roller und Quads.

Marderschaden

Sicherlich ist das schon fast jedem Autofahrer einmal passiert: ein Marderbiss. In Deutschland kommt es jährlich zu mehr als 100.000 Fällen von Marderbissen. Dabei kann es zu schweren Schäden kommen. Die Marder beißen oft in Kabel und Schläuche. Dies passiert vor allem dann, wenn die Marder den Autoraum als Rückzugsort ansehen und so ihr Revier markieren wollen. Durch solche Bisse kann es zu Pannen kommen, aber auch zu Bränden oder gar Unfällen.

Um sich gegen einen solchen Schaden zu versichern, ist eine Kaskoversicherung sinnvoll. Sie übernimmt Schäden am Auto des jeweiligen Versicherungsnehmers. Kaskoversicherungen unterschieden sich in Teilkasko und Vollkasko. Eine Teilkasko beinhaltet in ihren Leistungen immer eine Zahlung bei Marderschäden. Meist übernehmen sie jedoch nicht eventuelle Folgeschäden, die daraus entstehen können. Diese Leistungen sind dann meist in einer Vollkasko enthalten. Wer sein Auto hauptsächlich draußen stehen hat, der sollte sich auf alle Fälle um eine Versicherung kümmern, die Leistungen enthält, die im Falle eines Marderbisses greifen. Sonst kann es zu ungewollten Kosten kommen.

Neupreisentschädigungen

Wenn ein Halter sich ein neues Fahrzeug kauft, statt einem Gebrauchtwagen, so kann das oft eine teure Angelegenheit sein. Gerade dann ist es um so ärgerlicher, wenn es bei einem solchen Fahrzeug zu einem Schaden kommt. Auch ist ein solcher Neuwagen für viele Langfinger attraktiv und so kann es hier auch häufig zu einem Diebstahl des Wagens kommen.

In diesem Fall lohnt es sich eine Versicherung abzuschließen, die eine Neupreisentschädigung enthält. So kann der finanzielle Schaden begrenzt werden. Diese beinhaltet als Leistung, dass der Neupreis des Fahrzeugs erstattet wird, kommt es zu einem Totalschaden oder zu einem Diebstahl des Fahrzeugs. Dabei ist es egal, wir hoch der Zeitwert des Fahrzeugs zu diesem Zeitpunkt ist. Voraussetzung für eine solche Leistung ist, dass der Halter das Fahrzeug als erster besitzt. Auch ist ein solcher Schutz zeitlich begrenzt. Je nach Versicherung gilt er vom Zeitpunkt des Kaufes bis zu zwischen drei Monaten und zwei Jahren.

Eine Neupreisentschädigung gehört zu den Leistungen einer Kaskoversicherung. In manchen Fällen beinhaltet schon die Teilkasko diese, in manchen nur die Vollkasko. Dies ist abhängig vom jeweiligen Versichere und von den jeweiligen Angeboten.

Ombudsmann

Bei einem Schadensfall kann es passieren, dass sich die Beteiligten uneinig darüber sind, wer Schuld hat am Schaden. Vor allem im Bereich der Kfz-Versicherung kann das ausschlaggebend sein. Denn wer Schuld hat, dessen Versicherung zahlt den Schaden des anderen und er wird auch in seiner Schadensklasse eingestuft, was eine höhere Prämie zur Folge hat. Auch kann es zu Uneinigkeiten kommen zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer.

Um in einem solchen Fall zu schlichten, gibt es sogenannte Ombudsmänner. Sie stellen einen unparteiischen Schlichter dar, der bei einem Streit vermitteln soll. So soll verhindert werden, dass eine Partei ungerecht behandelt wird. Sie kommen nicht nur im Falle von Versicherungen zum Einsatz, sondern auch bei anderen Streitfragen. Zu ihren Aufgaben gehört es unabhängig zu beraten und die Argumente beider Seiten zu prüfen und abzuwägen. Außerdem sollten sie den Schaden, die Kosten und den Aufwand vergleichen und wenn möglich eine gute Lösung für beide Seiten finden. Wenn das nicht möglich ist, dann wenigstens das Ermöglichen einer Aussprache. Für einen Versicherungsnehmer ist dies eine kostenfreie Leistung, sollte es zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Versicherer kommen.

Pflichtversicherung

Es gibt verschiedene Arten von Versicherungen. Eine davon sind Pflichtversicherungen. Bei diesen ist ihr Abschluss rechtlich vorgesehen, um so bestimmte Regelungen zu treffen und Risiken zu mindern. Auch im Bereich der Kfz-Versicherungen gibt es solche Pflichtversicherungen. Das ist die Kfz-Haftpflichtversicherung. Will man in Deutschland sein Auto für den Straßenverkehr zulassen, so schreibt der Gesetzgeber den Besitz einer Haftpflichtversicherung als Bedingung vor.

In vielen anderen europäischen Ländern ist die Kfz-Haftpflichtversicherung ebenfalls eine Pflichtversicherung. In Deutschland gehört zu diesen unter anderem auch die Berufshaftpflicht und die Sozialversicherung. Der Grund für eine Kfz-Haftpflichtversicherung und die Einführung einer Pflicht dieser ist, dass so der bei einem Unfall entstehende Schaden bezahlt werden kann. Den übernimmt die Versicherung des Verursachers. Außerdem wird so auch sicher gestellt, dass der Verursacher nicht für einen sehr langen Zeitraum oder gar für den Rest seines Lebens verschuldet bleibt. Zusätzlich gilt bei einer Pflichtversicherung der Kontrahierungszwang: Ein Versicherer muss von jedem potenziellen Versicherungsnehmer einmal mindestens einen Antrag annehmen.

Police

Dass eine Versicherung abgeschlossen und vereinbart wurde zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer, das muss festgehalten werden. Dazu gibt es eine Urkunde über diesen Vertrag. Das ist die Versicherungspolice, auch Versicherungsschein genannt. In dieser Urkunde werden die Leistungen beider Seiten festgehalten: Der Versicherungsnehmer zahlt eine Prämie und erhält dafür Versicherungsschutz, der Versicherer erbringt im Schadensfall seine Leistungen und erhält dafür Geld.

Die Versicherungspolice ist aus gesetzlicher Sicht betrachtet ein Vertragsdokument. In diesem sind alle Vereinbarungen aufgeführt, die zwischen beiden Seiten getroffen werden. Dazu gehören zum Beispiel die einzelnen Leistungen des Versicherers und auch unter welchen Bedingungen der Versicherungsnehmer diese erhält. Außerdem enthält die Versicherungspolice auch die allgemeinen Geschäftsbedingungen und weitere individuelle Angaben. Erhält der Versicherungsnehmer die Police, so hat er 14 Tage danach Zeit, den Vertrag zu widerrufen. Tut er das nicht, so gilt das Stillschweigen als Einverständnis. Auch dann, wenn die Police abweicht von dem, was zuvor mündlich besprochen wurde. Deswegen gilt es hier nochmal einen genauen Blick auf die Police zu werfen, ob diese die gewünschten Inhalte besitzt.

Rechtsschutzversicherung

Neben den Pflichtversicherung gibt es unter den Kfz-Versicherungen auch zusätzliche, private Versicherungen. Dazu gehört die Rechtsschutzversicherung. Sie ist ein privatlicher Versicherungsvertrag, also nicht per Gesetz vorgeschrieben. In diesem Fall funktioniert die Versicherung so, dass der Versicherungsnehmer eine Prämie an den Versicherer zahlt. Im Gegenzug dazu steht der Versicherer dafür ein, dass er wenn benötigt die rechtlichen Interessen des Versicherungsnehmers wahrnimmt und vertritt.

Diese Leistungen können sich im Umfang unterschieden. Das kann von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich sein. Sie werden wir bei jeder Versicherung üblich in der Police festgehalten. Eine Rechtsschutzversicherung greift dann, wenn es nach einem Schadensfall zu einem Rechtsstreit kommen sollte. Dann ist die rechtliche Vertretung des Versicherten gesichert. Es gibt verschiedene Arten der Rechtsschutzversicherung. So existiert zum Beispiel der Verwaltungsrechtsschutz in Verkehrssachen. Dieser kommt zum Beispiel bei einem Entzug des Führerscheins zum Einsatz. Der Schadensersatz-Rechtsspruch greift dann, wenn es zu Streitigkeiten bei einem Verkehrsunfall kommt. Diese Versicherungen sind für jeden Autofahrer eine sinnvolle Ergänzung.

Schadenfreiheitsklasse

Bei einer Kfz-Haftpflichtversicherung spielt die Schadenfreiheitsklasse eine wichtige Rolle. Sie kann unter anderem ausschlaggebend dafür sein, wie hoch die Versicherungsprämie ist, die ein Versicherungsnehmer zahlen muss. Generell sind Versicherungsunternehmen relativ frei in der Gestaltung ihrer Beiträge. Neben den üblichen Tarifmerkmalen bestimmt auch die Schadenfreiheitsklasse wie hoch der Beitrag ist. Jeder Versicherungsnehmer wird in eine solche Klasse eingeordnet.

Je nach Klasse ergibt sich ein bestimmter Schadenfreiheitsrabat. In manchen Fällen kann der Beitrag somit um bis zu 70 Prozent verringert werden. Die Schadenfreiheitsklasse richtet sich danach, wie lange ein Autofahrer ohne Unfall geblieben ist. Daraus ergeben sich die sogenannten schadenfreie Jahre, auch SF genannt. Kommt es zu einem Unfall, so wird der Versicherungsnehmer aus seiner Schadenfreiheitsklasse herausgenommen und in eine Schadensklasse eingeordnet, je nach Anzahl der Unfälle.

Kommt es zu dem Fall, dass ein Versicherungsnehmer ein zweites Auto anmeldet, so spricht man von einer Zweitwagenversicherung. In diesem Fall ist der Schadenfreiheitsrabat noch günstiger. Dies gilt jedoch nur, wenn der Zweitwagen wenigstens teilweise auch vom Versicherungsnehmer selbst genutzt wird.

Schutzbrief

Leider kommt es viel zu oft vor, dass man eine Panne hat mit seinem Auto. Das ist für jeden Beteiligten immer eine anstrengende Sache, die viele unnötige Komplikationen schafft. Auch hilft einem hier weder Haftpflicht noch Kaskoversicherung. Die hier notwendigen Leistungen sind in einem Schutzbrief enthalten. Dieser ist entweder Teil einer Kfz-Versicherung oder kann auch einzeln als Leistung mit einem Motorclub vereinbart werden.

Der Schutzbrief greift in Fällen, wenn es zu einer Panne, einem Unfall oder einem Diebstahl kommt. Er enthält verschiedene Leistungen, die je nach Schadensfall greifen. Zu diesen Leistungen gehört die Pannenhilfe. Das heißt, dass die Fahrbereitschaft wieder hergestellt wird, das Fahrzeug also wenn möglich am Unfallort noch wieder repariert wird. Auch enthalten ist das Abschleppen, wenn das Fahrzeug in einer Werkstatt muss. Außerdem gehört das Bergen des Fahrzeugs dazu, sollte es zum Beispiel von der Fahrbahn abgekommen sein. Muss das Fahrzeug zurück transportiert werden oder benötigt man eine Möglichkeit die Fahrt zum Zeil fortzusetzen, so greift auch hier der Schutzbrief.

Tarifmerkmale: Typklassen

Neben der Schadenfreiheitsklasse bestimmen die Tarifmerkmale, wie hoch der Beitrag ist, den ein Versicherungsnehmer zahlen muss. Bei einer Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es zwei Arten von Merkmalen: die, die sich aus statistischen Daten ergeben und die weichen Tarifmerkmale. Zu den ersten gehören drei Typklassen und eine Regionalklasse.

Die erste der Typklassen ist die Haftpflicht-Typklasse des Fahrzeugs. Damit ist gemeint, wie häufig dieser Fahrzeugtyp einen Schaden hat und wie hoch dieser dann auch durchschnittlich ist. Die zweite Klasse ist die Vollkasko-Typklasse des jeweiligen Fahrzeugs. Hier sind die Reparaturkosten eines bestimmten Modells gemeint. Die Teilkasko-Typklasse ist die letzte der drei. Sie ordnet das Modell ein nach der Schadenfrequenz bestimmter Teile des Fahrzeugs und dem Risiko einer Totalentwendung, also dem Fall, dass das Auto geklaut wird. Die Regionalklasse ist abhängig vom Zulassungsort. Für jedes Gebiet gibt es eine eigene Schadenhäufigkeit.

All diese Merkmale dienen dazu, dass sich das Versicherungsunternehmen ein Bild machen kann darüber, wie wahrscheinlich ein Versicherungsfall ist und wie hoch der dabei einstehende Schaden sein wird. Je höher die Summe und die Wahrscheinlichkeit, desto höher auch der Beitrag, den der Versicherungsnehmer zahlen muss.

Unterscheidung Schadenskategorien

Kommt es zu einem Schadensfall, so hat dieser natürlich nie das gleiche Ausmaß. Es lässt sich nie genau vorhersagen, wie hoch der Schaden ist und was wie genau beschädigt wird. Je nach Größe dieses Schadens konstruiert der Versicherer auch seine Leistungen, die er dem Versicherungsnehmer zukommen lässt.

Aus diesem Grund gibt es sogenannte Schadenskategorien. In diese werden die Schäden eingeteilt. Zu jeder Kategorie gehören bestimmte Leistungen, die dann erbracht werden. Man unterscheidet vier verschiedene Kategorien. Die erste ist die eines niedrigen Schadens. Das heißt, dass der Ausfall hier gering ist und man kaum etwas davon zu spüren bekommt. Bei einem normalen Schaden, die zweite Kategorie, sind Auswirkungen zu spüren und wahrzunehmen. Die dritte Kategorie ist die der hohen Schäden. In einem solchen Fall gibt es durch den verursachten Schaden erhebliche Auswirkungen. Bei der vierten Kategorie, die der sehr hohen Schäden, kommt es zu einem kompletten Ausfall, also zu einer sehr hohen Auswirkung.

Vollkasko

Um sein Fahrzeug zu versichern gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist für jeden Fahrer Pflicht, will er sein Fahrzeug im Straßenverkehr benutzen. Darüber hinaus gibt es aber noch Versicherungen, die man freiwillig abschließen kann. Eine dieser ist die Kaskoversicherung. Sie greift dann ein, wenn es zu Schäden am eigenen Fahrzeug kommt.

Es gibt Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen. Die Teilkasko enthält ein begrenztes Paket an Leistungen, sollte es zu einem Schadensfall kommen. Dazu gehört zum Beispiel Zahlungen im Falle eines Unfalls mit Wild. Bei einer Vollkasko sind die Leistungen der Teilkasko enthalten und weitere Leistungen für den Versicherungsnehmer kommen hinzu. Somit enthält sie als Schutz die Teilkasko und die zusätzlichen Leistungen. Dies sind jeweils zwei eigenständige Teile des Vertrags. Kommt es zu einem Schadensfall, der den Teil der Teilkasko betrifft, so hat das auf den Schadenfreiheitsrabat keine Auswirkungen. Eine Vollkasko enthält Leistungen kommt es zum Beispiel zu einer mutwilligen Beschädigung des Autos durch Dritte. Genauso greift sie, wenn es durch einen Unfall zum Schaden am Auto kommt, den man selbst verschuldet hat.

Wechsel der Versicherung

Für einen Versicherungsnehmer kann es auch passieren, dass er die Versicherung wechseln möchte. Das kann verschiedene Gründe haben. Es kann sein, dass man das Fahrzeug gewechselt hat und somit andere Konditionen besser sind. Manchmal bringen Anbieter auch neue Angebote auf den Markt, die einfach günstigere Konditionen beinhalten. In beiden Fällen wird die Versicherung gewechselt, da dieser Wechsel finanziell lukrativer ist.

Es kann aber auch passieren, dass die Versicherung gewechselt wird, wenn es zu einem Schadenfall gekommen ist. Dann hat der Versicherungsnehmer vier Wochen Zeit um seine Versicherung kündigt. Eine außerordentliche Kündigung kann auch dann geschehen, wenn die Prämie erhöht wird, ohne dass es dafür eine gesetzliche Vorgabe gibt. Will man ohne einen außerordentlichen Grund die Versicherung kündigen um zu wechseln, so kann das nur zum Ablauf eines Jahres machen.

Für Versicherungsnehmer lohnt es sich regelmäßige Angebote zu vergleichen und zu schauen, ob es günstigere Angebote gibt beziehungsweise Angebote, die bessere Konditionen und Leistungen enthalten.

Weiche Tarifmerkmale

Den Beitrag, den ein Versicherungsnehmer zahlen muss, die sogenannte Versicherungsprämie, kann je nach Anbieter variieren. Grundsätzlich bestimmen aber zwei verschiedene Dinge die Beitragshöhe einer Kfz-Haftpflichtversicherung: Der Schadenfreiheitsrabat und die Tarifmerkmale. Zu den letzteren gehören auch die sogenannten weichen Tarifmerkmale.

Die Daten, auf denen die Merkmale zur Kategorisierung der Beitragshöhe basieren, erfasst der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft. Außerdem ziehen die meisten Unternehmen noch weitere Datenpools hinzu. Aus diesen Quellen ergeben sich verschiedene Merkmale. So kann zum Beispiel das Alter des Versicherungsnehmers (oder des Fahrers, wenn es sich dabei nicht um dieselbe Person handelt) ein Merkmal sein. Je nach Statistik gibt es bestimmte Altersgruppen, bei denen es häufiger zu einem Schaden kommt, als bei anderen. Ein weiteres Merkmal ist der Zeitpunkt, seit dem der Fahrer des Fahrzeugs im Besitz seines Führerscheins ist. Längere Fahrpraxis heißt oft auch, dass man weniger anfällig für einen Unfall sein kann.

Weitere weiche Tarifmerkmale sind das Alter des Fahrzeugs beim Erwerb, der Wert des Fahrzeugs, die jährliche Fahrleistung, der Ort, an dem das Fahrzeug regelmäßig abgestellt wird, wie viele Kinder im Haushalt des Versicherungsnehmers leben und wie viele Eintragungen dieser in Flensburg hat.

Wildunfall

Viele Autofahrer fürchten sich davor, einmal mit Wild zusammenstoßen. Besonders in der Dämmerung, morgens und abends, ist die Gefahr groß an Stellen, wo es oft zu einem Wildwechsel über die Fahrbahn kommt. Um solchen Unfällen vorzubeugen, lohnt es sich auf solche Schilder zu achten, die vor Wildwechsel warnen, und dann auch wirklich langsamer zu fahren.

Unter einem Wildunfall versteht man entweder den Zusammenstoß mit Wild oder Schäden am Auto, die durch das Ausweichen vor dem Wild entstanden sind. Kommt das Tier dabei ums Leben, so spricht man von Fallwild. In Deutschland passieren solche Unfälle besonders oft mit Rehen, Wildschweinen, Hirschen, Füchsen und Hasen. Wie hoch der Schaden dann ist, der entsteht, ist abhängig davon, wie schnell das Fahrzeug gefahren ist. Auch die Größe und das Gewicht des Tieres spielt dabei eine Rolle.

Ein solcher Schaden wird meist von einer Teilkaskoversicherung abgedeckt. Sie kommt zum Einsatz bei Zusammenstoß mit Haarwild, während das Fahrzeug in Bewegung ist.

Zulassungsbedingungen

Bevor man in Deutschland sein Auto im Straßenverkehr benutzen kann, muss man es für diesen zulassen. Ansonsten verstößt man gegen das Gesetz. Es gibt verschiedene Voraussetzungen, die man für das Erhalten einer Zulassung benötigt. Eine davon ist die Kfz-Haftpflichtversicherung. Der Grund dafür erklärt sich durch ihren Versicherungsschutz: Sie greift dann, wenn man mit seinem Auto einem Dritten Schaden zufügt. Dabei ist es egal ob der entstandene Schaden bei Personen oder Sachen vorliegt.

Wichtig ist diese Versicherung, da nur so sicher gestellt wird, dass ein Schaden, den man nicht selbst verschuldet hat, bezahlt wird. Auch kann es so nicht passieren, dass der Verursacher hoch verschuldet zurück bleibt.

Zusätzlich gibt es noch weitere bestimmte Dokumente, die man bei einer Zulassung vorweisen muss. Dazu gehört ein gültiger Personalausweis oder ein gültiger Reisepass mit einer Meldebestätigung. Außerdem sollte man den alten Fahrzeugbrief dabei haben und ein TÜV Gutachten und AU Gutachten vorlegen können.

Zusatzleistungen

Viele Kfz-Versicherungen enthalten ein bestimmtes festes Kontingent an Leistungen, sollte es zu einem Schadensfall kommen. Eine hohe Anzahl von Möglichkeiten sind durch diese abgedeckt. Jedoch bleiben manchmal immer noch sogenannte Versicherungslücken offen. Um diese zu schließen gibt es Zusatzleistungen. Diese kann man zu vielen Versicherungen einfach ergänzend hinzufügen.

Es gibt viele verschiedene Arten dieser Zusatzleistungen. Eine davon ist der Schutzbrief. Er kann Bestandteil einer Versicherung sein oder auch separat mit einem Mobilclub abgeschlossen werden. Der Schutzbrief beinhaltet Leistungen, sollte es zu einer Panne kommen. So sorgt er zum Beispiel für Reparatur vor Ort oder befördert das Fahrzeug zurück auf die Fahrbahn, sollte dieses davon abgekommen sein.

Eine weitere Zusatzleistung ist der Rabattschutz. Kommt es zu einem Unfall, bei dem man eigentlich in eine andere Schadensklasse rutschen würde, so verhindert der Rabattschutz dies. Voraussetzung für einen solchen Schutz ist, dass der Versicherungsnehmer mindestens in der Schadenfreiheitsklasse 4 eingestuft ist, mindestens 23 Jahre alt und 12 Monate ohne Unfall ist.